Zum Inhalt springen
Aden Dental
Mundgesundheit

Warum werden Zähne empfindlich und was hilft dagegen?

20.7.2026
7 Min. Lesezeit
Teilen
Mermer yüzey üzerinde pastel renkli yumuşak diş fırçaları
Inhaltsverzeichnis

Was ist Zahnempfindlichkeit und wie äußert sie sich?

Wenn Sie beim Trinken von kaltem Wasser, beim Eisessen oder beim Hineinbeißen in etwas Süßes ein plötzliches, scharfes und kurz anhaltendes Ziehen in den Zähnen spüren, sind Sie nicht allein. Die Zahnempfindlichkeit, umgangssprachlich auch als schmerzempfindliche Zähne bekannt, ist eine häufige Beschwerde, die in jedem Alter auftreten und den Komfort im Alltag deutlich beeinträchtigen kann. Manchmal zeigt sie sich nur bei kalten Getränken, manchmal beim Zähneputzen oder sogar beim Einatmen kalter Luft. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich die Ursache der Zahnempfindlichkeit feststellen und das Problem mit dem richtigen Vorgehen in den Griff bekommen.

Um zu verstehen, wie die Empfindlichkeit entsteht, lohnt sich ein kurzer Blick auf den Aufbau des Zahnes. Der Zahnschmelz, der den sichtbaren Teil des Zahnes bedeckt, ist das härteste Gewebe des Körpers und schützt die darunterliegende Dentinschicht vor äußeren Einflüssen. Im Dentin befinden sich Tausende mikroskopisch kleine Kanälchen, die bis zum Nervgewebe des Zahnes reichen. Wenn der Zahnschmelz abgenutzt ist oder das Zahnfleisch zurückgeht und die Wurzeloberfläche freiliegt, kommen diese Kanälchen in direkten Kontakt mit der Mundumgebung; Reize wie Kälte, Hitze, Süßes, Saures oder das Zähneputzen werden bis zum Nerv weitergeleitet, und das bekannte scharfe Ziehen entsteht.

Das deutlichste Merkmal, das die Zahnempfindlichkeit von anderen Zahnschmerzen unterscheidet, ist, dass das Ziehen durch einen Reiz ausgelöst wird und in der Regel innerhalb von Sekunden wieder abklingt. Schmerzen, die von selbst beginnen, pochen, nachts aus dem Schlaf wecken oder minutenlang anhalten, können dagegen auf ein anderes Problem hinweisen, etwa auf eine fortgeschrittene Karies oder eine Entzündung. Diese Unterscheidung richtig zu treffen, ist für die richtige Planung der Behandlung wichtig.

Welche Ursachen hat die Zahnempfindlichkeit?

Hinter der Empfindlichkeit kann eine einzelne Ursache stehen, es können aber auch mehrere Faktoren zusammenwirken. Die in der Praxis am häufigsten anzutreffenden Ursachen sind:

  • Schmelzabbau: Der häufige Konsum säurehaltiger Speisen und Getränke, hartes Putzen mit zu viel Druck, abrasive Zahnpasten sowie Zustände wie Reflux, bei denen Magensäure in den Mund gelangt, lassen den Zahnschmelz mit der Zeit dünner werden.
  • Zahnfleischrückgang: Zahnfleischerkrankungen, Zahnsteinbildung und falsche Putzgewohnheiten können zum Rückgang des Zahnfleisches führen. Dadurch liegt die nicht vom Schmelz bedeckte Wurzeloberfläche frei, und dieser Bereich bleibt gegenüber Reizen ungeschützt.
  • Karies, Risse und abgenutzte Füllungen: Beginnende Karies, feine Risse im Zahn und ältere Füllungen mit abgenutzten Rändern können dazu führen, dass das Dentin mit der Außenwelt in Kontakt kommt, und so eine Empfindlichkeit auslösen.
  • Vorübergehende Empfindlichkeit nach dem Bleaching: Nach einer Zahnaufhellung kann eine leichte Empfindlichkeit auftreten, die einige Tage anhalten kann. Bei Anwendungen unter zahnärztlicher Kontrolle klingt sie in der Regel innerhalb kurzer Zeit von selbst ab und lässt sich mit den erforderlichen Maßnahmen gut steuern.
  • Zähnepressen und Zähneknirschen (Bruxismus): Vor allem das unbewusste nächtliche Zähnepressen kann zu Mikrorissen und Abnutzung im Zahnschmelz führen und die Zähne dadurch empfindlich gegenüber Reizen machen.

Welche dieser Ursachen bei Ihnen eine Rolle spielt oder ob mehrere zusammenkommen, lässt sich nur durch eine klinische Untersuchung und, falls erforderlich, durch eine röntgenologische Abklärung feststellen. Lösungen, die nicht auf die Ursache abzielen, verschaffen meist nur eine vorübergehende Linderung; für ein dauerhaftes Ergebnis muss die Quelle des Problems bestimmt werden.

Worauf sollten Sie zu Hause achten?

Eine leichte Empfindlichkeit lässt sich mit einigen Anpassungen der täglichen Gewohnheiten deutlich verringern. Die wichtigsten Maßnahmen, die Sie zu Hause umsetzen können, sind:

  • Verwenden Sie eine Zahnpasta für empfindliche Zähne: Die Inhaltsstoffe dieser Pasten helfen, die Reizweiterleitung in den Dentinkanälchen zu verringern. Damit sich die Wirkung bemerkbar macht, muss die Zahnpasta über mehrere Wochen regelmäßig verwendet werden.
  • Überprüfen Sie Ihre Putztechnik: Putzen Sie mit einer weichen Bürste, ohne Druck und mit kleinen kreisenden Bewegungen. Hartes und horizontales Putzen nutzt nicht nur den Zahnschmelz ab, sondern kann auch den Zahnfleischrückgang beschleunigen.
  • Schränken Sie säurehaltige Speisen und Getränke ein: Zitrusfrüchte, kohlensäurehaltige Getränke, Fruchtsäfte und essighaltige Lebensmittel weichen die Schmelzoberfläche vorübergehend auf. Spülen Sie den Mund nach solchen Lebensmitteln mit Wasser aus und warten Sie mit dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde.
  • Meiden Sie aufhellende Produkte ohne zahnärztliche Empfehlung: Produkte, deren Zusammensetzung und Anwendung nicht kontrolliert werden, können den Zahnschmelz schädigen und die Empfindlichkeit verstärken.
  • Achten Sie darauf, sehr heiße und sehr kalte Speisen nicht unmittelbar nacheinander zu sich zu nehmen: Plötzliche Temperaturwechsel können bei empfindlichen Zähnen das Ziehen auslösen.

Diese Maßnahmen können die Beschwerden lindern, beseitigen jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache der Empfindlichkeit. Wenn das Ziehen trotz der Anpassungen innerhalb weniger Wochen nicht nachlässt, sollte die Untersuchung zur Klärung der Ursache nicht aufgeschoben werden.

Wann sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen?

Ein gelegentlich auftretendes leichtes Ziehen weist in den meisten Fällen nicht auf eine dringende Situation hin. In den folgenden Fällen ist es jedoch ratsam, ohne Zeitverlust einen Zahnarzt aufzusuchen:

  • Wenn die Empfindlichkeit seit einigen Wochen anhält und durch die häusliche Pflege nicht nachlässt
  • Wenn sich das Ziehen auf einen einzelnen Zahn konzentriert und zunehmend stärker wird
  • Wenn der Schmerz ohne einen Reiz von selbst beginnt oder lange anhält
  • Wenn Sie beim Abbeißen und Kauen Schmerzen verspüren
  • Wenn die Empfindlichkeit von Zahnfleischrückgang, Rötung, Schwellung oder Zahnfleischbluten begleitet wird
  • Wenn die Empfindlichkeit nach einer Füllung oder einer Zahnaufhellung länger anhält als erwartet

Diese Anzeichen können über eine einfache Empfindlichkeit hinaus auf ein behandlungsbedürftiges Problem wie Karies, einen Riss oder eine Zahnfleischerkrankung hinweisen. Bei der Untersuchung beurteilt Ihr Zahnarzt, an welchen Zähnen und bei welchen Reizen die Beschwerden auftreten; falls erforderlich, werden mit einer Röntgenaufnahme Karies, Risse oder Probleme unter Füllungen abgeklärt. Die Ursache der Beschwerden und das weitere Vorgehen werden ausschließlich im Rahmen einer zahnärztlichen Untersuchung beurteilt; ein frühzeitiger Besuch führt meist zu einer einfacheren und angenehmeren Behandlung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es in der Praxis?

Die Behandlung der Zahnempfindlichkeit verläuft nicht nach einem einheitlichen Schema; welches Verfahren zum Einsatz kommt, wird anhand der bei der Untersuchung festgestellten Ursache geplant. Zu den in der Praxis häufig angewandten Ansätzen gehören:

  • Fluoridanwendung: Professionelle Fluoridlacke und -gele stärken die Schmelzoberfläche und helfen, die Reizweiterleitung zu verringern. Die Anwendung dauert nur kurz und kann in den vom Zahnarzt für geeignet befundenen Abständen wiederholt werden.
  • Haftvermittler und desensibilisierende Lacke: Diese auf die freiliegende Dentinoberfläche aufgetragenen Materialien verschließen die Öffnungen der Kanälchen und tragen so dazu bei, das Ziehen zu verringern.
  • Füllungstherapie: In Bereichen mit Karies, Rissen oder Substanzverlust wird die Zahnoberfläche mit einer Füllung wieder abgedeckt, sodass der Kontakt des Dentins mit der Außenwelt unterbrochen wird.
  • Zahnfleischbehandlungen: Wenn die Empfindlichkeit auf einen Zahnfleischrückgang zurückzuführen ist, wird eine auf dessen Ursache ausgerichtete Zahnfleischbehandlung geplant.
  • Aufbissschiene: Bei bruxismusbedingter Abnutzung kann eine individuell angefertigte Nachtschiene hergestellt werden, um die Zähne vor den Presskräften zu schützen.
  • Wurzelkanalbehandlung: Wenn die Quelle des Ziehens ein Problem ist, das das Nervgewebe des Zahnes erreicht hat, kann eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich sein, um den Zahn zu erhalten.

Welche Option geeignet ist, hängt von der Stärke der Empfindlichkeit, der Anzahl der betroffenen Zähne und der zugrunde liegenden Ursache ab und ist daher von Person zu Person verschieden. Der Behandlungsplan wird deshalb erst nach der Untersuchung festgelegt; in manchen Fällen kann die Kombination mehrerer Verfahren erforderlich sein.

Wie lässt sich Zahnempfindlichkeit vorbeugen?

Ebenso wichtig wie die Beseitigung der Empfindlichkeit ist es, ihr erneutes Auftreten zu verhindern. Da sich der Zahnschmelz nicht selbst erneuern kann, ist sein Schutz langfristig von großer Bedeutung. Folgende Gewohnheiten im Alltag helfen, Ihre Zähne vor Empfindlichkeit zu schützen:

  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta und der richtigen Technik; reinigen Sie die Zahnzwischenräume mit Zahnseide.
  • Versuchen Sie, säurehaltige und zuckerhaltige Lebensmittel zwischen den Mahlzeiten nicht häufig zu konsumieren; trinken Sie über den Tag verteilt mehr Wasser.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, mit den Zähnen zu pressen, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber; frühzeitig ergriffene Maßnahmen helfen, die Abnutzung zu begrenzen.
  • Lassen Sie ästhetische Anwendungen wie die Zahnaufhellung ausschließlich unter zahnärztlicher Kontrolle durchführen.
  • Versäumen Sie Ihre regelmäßigen Kontrolltermine nicht; lassen Sie zur Vorbeugung von Zahnsteinbildung in den von Ihrem Zahnarzt empfohlenen Abständen eine professionelle Zahnreinigung durchführen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Zahnsteinentfernung.

Auch wenn die Zahnempfindlichkeit den Alltag erschweren kann, lässt sie sich in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen, sobald ihre Ursache richtig bestimmt ist. Wenn ein Glas kaltes Wasser oder ein Stück Obst Sie ins Grübeln bringt, ist es sinnvoll, die Beschwerden nicht aufzuschieben, sondern einen Zahnarzt zu konsultieren – sowohl um Ihren Komfort zurückzugewinnen als auch um mögliche Probleme in einem frühen Stadium zu erkennen. In unserer Praxis in Ankara Çukurambar werden Beschwerden über Zahnempfindlichkeit mit einer umfassenden Untersuchung beurteilt, und die Behandlung wird individuell geplant.

Aden Dental
Aden Dental

Dieser Inhalt wurde vom zahnärztlichen Team unserer Klinik in Çukurambar, Ankara erstellt. Bei Fragen zu Ihrer Mund- und Zahngesundheit erreichen Sie uns gerne.

Termin vereinbaren

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken; für Diagnose und Behandlung ist eine zahnärztliche Untersuchung erforderlich.

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne.

Termin buchen