Zirkonkrone oder Metallkeramikkrone: Wo liegen die Unterschiede?
Was sind Zirkon- und Metallkeramikkronen?
Zahnkronen sind festsitzende Versorgungen, mit denen stark geschädigte, frakturierte oder wurzelbehandelte Zähne in Funktion und Aussehen wiederhergestellt werden. Zwei häufig verglichene Varianten sind Kronen aus Zirkonoxid und metallkeramische Kronen, auch Verblendmetallkeramik (VMK) genannt.
Bei der Metallkeramikkrone besteht das Gerüst aus einer Metalllegierung, die mit zahnfarbener Keramik verblendet wird. Die Zirkonkrone hat dagegen ein Gerüst aus Zirkoniumdioxid, einer weißen, hochfesten Keramik ohne jeden Metallanteil.
Welche Krone wirkt natürlicher?
Natürlicher Zahnschmelz ist teilweise lichtdurchlässig; genau diese Transluzenz lässt Zähne lebendig wirken. Da auch Zirkonoxid Licht in gewissem Maß durchlässt, kann eine Zirkonkrone dem natürlichen Zahn optisch sehr nahekommen.
Ein Metallgerüst ist hingegen lichtundurchlässig und kann die Krone besonders bei hellem Licht matter und stumpfer erscheinen lassen als die Nachbarzähne.
Zieht sich das Zahnfleisch im Laufe der Zeit zurück, kann bei Metallkeramikkronen am Kronenrand ein grauer Streifen sichtbar werden. Bei Zirkon entfällt dieses Risiko, weshalb es im sichtbaren Frontzahnbereich häufig in Betracht gezogen wird.
Wie steht es um die Haltbarkeit?
Die Metallkeramik ist ein seit Jahrzehnten dokumentiertes Verfahren. Das Metallgerüst hält hohen Kaukräften zuverlässig stand; an der Verblendkeramik können jedoch mit der Zeit kleine Abplatzungen (Chipping) auftreten.
Zirkonoxid besitzt eine sehr hohe Biegefestigkeit. Moderne monolithische Varianten sind auch für den Seitenzahnbereich und für Brückenversorgungen geeignet.
Die tatsächliche Tragedauer hängt bei beiden Materialien von der Mundhygiene, von Zähneknirschen oder -pressen (Bruxismus), von der Bisssituation und von regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen ab. Das Material allein entscheidet nicht über die Lebensdauer.
Bioverträglichkeit und Allergierisiko
Bestimmte Legierungen, vor allem nickelhaltige, können bei empfindlichen Personen Reizungen oder allergische Reaktionen am Zahnfleischrand auslösen. Durch hochwertige Edelmetalllegierungen lässt sich dieses Risiko verringern.
Zirkoniumdioxid gilt als sehr gut bioverträglich und wird seit Langem in der Zahnmedizin und in der Orthopädie eingesetzt. Allergische Reaktionen sind äußerst selten. Zudem lagert sich an polierten Zirkonoberflächen weniger Plaque an, was der Zahnfleischgesundheit zugutekommt.
Bei einer bekannten Metallallergie prüft die Zahnärztin oder der Zahnarzt in der Regel vorrangig metallfreie Lösungen.
Welche Krone kommt wann infrage?
Die Materialwahl richtet sich nach der Position des Zahnes, der verbleibenden Zahnsubstanz, dem Zustand der Gegenzähne, der Bisssituation und den ästhetischen Erwartungen der Patientin oder des Patienten.
All diese Faktoren erfordern eine klinische und röntgenologische Untersuchung; der Behandlungsplan wird durch die zahnärztliche Untersuchung festgelegt.
- Im sichtbaren Frontzahnbereich wird wegen der Lichtdurchlässigkeit häufig Zirkon bevorzugt.
- Bei weitspannigen Brücken und in besonderen Fällen bleibt die Metallkeramik eine bewährte Option.
- Bei starkem Knirschen werden Material und Design nach der Kraftverteilung geplant.
- Auf Implantaten können je nach Fall beide Materialien eingesetzt werden.
Fragen? Wir sind für Sie erreichbar
Ob Zirkon oder Metallkeramik die passende Lösung ist, wird für jede Patientin und jeden Patienten individuell beurteilt; in der Untersuchung werden Vorteile und Grenzen beider Varianten offen besprochen.
Bei Fragen zu Kronenversorgungen erreichen Sie das Team von ADEN Dental im Stadtteil Çukurambar in Ankara telefonisch oder per WhatsApp und können einen Untersuchungstermin vereinbaren.
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